Kampfmannschaft: 0:1 gegen Herbstmeister Neuaigen

2013-11-13 19:13 von Daniel Wertheim

  

Chris Duty (l.) ist eines unserer Versprechen für die Zukunft...
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FC Olympique Klosterneuburg - SV Neuaigen 0:1 (0:0)


Ehrenankick: Sportstadtrat Martin Czerny.

Ausgangslage: Beim SV Neuaigen fehlte Stürmer Matic (gesperrt), der FC Olympique konnte praktisch auf den vollen Kader zurückgreifen, nur Stürmer René Marth war mit Leistenproblemen zunächst auf der Bank. Mit Freibier und gratis Chili + Glühwein wollte man sich würdig verabschieden, etwa 200 Zuschauer kamen, um das Spiel zu sehen, vor dem Match und in der Halbzeitpause präsentierten sich U6/U7 bei einem Showmatch.

Spielbericht: Es begann gleich mit zwei großen Chancen. Erst hatte Milan Dovedan nach einer Margreiter-Unsicherheit eine Möglichkeit für die Gäste, dann scheiterte Stephan Faulhammer völlig freistehend fünf Meter vorm Tor (7.). Das hätte schon die Führung sein können. In der 12. Minute entschied sich Faulhammer für einen Pass zu Ben Duty statt einen Schuss, doch Duty zirkelte den Ball letztlich am langen Eck vorbei. 17. Minute: Diesmal ein Pass von Ben auf Chris Duty, der schießt aber an der ersten Stange vorbei. Nach 20 Minuten kam auch der Herbstmeister wieder vor das Klosterneuburger Tor. Nach schwer abseitsverdächtiger Aktion konnte schließlich Patrik Skola erst auf der Linie retten. In der 28. Minute wieder Neuaigen. Erst ein abgefälschter Freistoß, aus der daraus resultierenden Ecke ein guter Kopfball, den Kristijan Krajina abermals auf der Linie retten kann. Dann die größte Chance auf die Führung für Klosterneuburg: Ben Duty macht einen Haken nach innen, der Ball springt ihm aber etwas weg, so entschließt sich Sascha Hammer, ihm den Ball "wegzunehmen" und er spitzelt ihn aus fünf Metern neben das Tor. In der 38. Minute schwächt sich Neuaigen selbst, nach einem Ellbogencheck sieht Lukas Rienössl die Rote Karte. Es kommt eben doch alles zurück - vor 1,5 Jahren schindete der gleiche Spieler mit einer Schwalbe eine "inexistente" Rote Karte für Sascha Hammer.

Mit einem Mann mehr ging der FC Olympique in Hälfte zwei, doch diese Ausgangslage sollte sich nicht als Vorteil herausstellen. Neuaigen stand nun nämlich noch kompakter in der eigenen Hälfte und lauerte auf Konter. Für den FC Olympique schwierig zu spielen, denn ein genaues Kombinationsspiel ist auf diesem Boden fast nicht möglich und hohe Bälle gegen die großen Neuaigen-Innenverteidiger zwecklos. So passiert lange nichts, viele Eckbälle bringen wenig ein, bis Chris Duty in der 58. Minute einmal schön freigespielt wird, aus acht Metern allein vorm Tor den Ball am kurzen Eck aber vorbeischiebt. So kommt es, wie es kommen musste: Hoher Ball von Neuaigen in den Strafraum, ungeschickte Attacke von Billy Schultze (stützt sich auf Routinier Milan Dovedan auf), Elfmeter, 0:1 (65.). In der 75. Minute hätte Neuaigen noch eins drauflegen können, aber ein Lupfer alleine vor Goalie Margreiter bleibt erfolglos. Die Heimmannschaft spielt zwar auf ein Tor, aber kommt kaum durch. Erst ein Schuss in der 84. Minute von Stephan Faulhammer, der abgefälscht zu Ben Duty kommt, bringt ein Tor - allerdings entscheidet der Schiri (fragwürdig) auf Abseits! So bleibt es beim 0:1, Neuaigen ist Herbstmeister.

Fazit: Es fehlt nicht viel, der Unterschied zwischen Herbstmeister und Tabellen-Neunten war praktisch nicht vorhanden (auch nicht 11 vs 11). Doch diese Kleinigkeit macht den Unterschied. Gegen Top-Teams sind wir vor dem Tor zu ungefährlich bzw. brauchen zu viele Chancen (siehe Neuaigen oder Zeiselmauer). Läuft es mal gut (siehe Wördern oder Russbach) bringen wir selbst 2:0-Führungen nicht routiniert genug rüber. Und gegen schwächere Gegner gehen wir in Rückstand, wodurch es dann doppelt schwer wird (siehe Breitenwaida oder Königstetten). In Summe bleibt für eine junge Mannschaft (heute eingesetzte Spieler: 21,5) ein Mittelfeldplatz mit 4 Siegen, 5 Remis und 4 Niederlagen. Bis auf die Schlappe gegen Leitzersdorf und der Niederlage gegen Großrussbach nichts dabei, wofür man sich schämen muss, aber für ganz oben müssen wir eben einen Tick besser werden... Und das werden wir hoffentlich auf der neuen Anlage (bessere Trainingsbedingungen durch den Kunstrasen, und irgendwann auch bessere Bedingungen beim Match selber, die unser jungen, kleinen und quirligen Mannschaft zugute kommen sollte)

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